Hall of Fame - Marc Ihl

Marc Ihl

Marc gehört zu den Fahrern, die ihre ersten schmerzvollen Erfahrungen mit dem Driften bei Experimenten auf der Straße gemacht haben. Erste Driftversuche mit Opas E-Klasse auf der nassen Landstraße endeten mit einem kleinen Blechschaden.

Nach diesem Dämpfer beschloss er, die Sache einfach bleiben zu lassen und attestierte sich mangelndes Gefühl. Als jedoch der heimische Fuhrpark um einen Lexus IS-F erweitert wurde, änderte sich das wieder. Einen V8 mit Hinterradantrieb ohne Übersteuern zu bewegen ist einfach stillos und völlig unmöglich. So beschloss Marc das Driften von der Pike auf zu erlernen, denn darauf zu verzichten funktionierte einfach nicht.
Für den 8.9. und 9.9.2012 buchte Marc das Drift-Doppelpack Training in Gründau. Dabei fiel er den beiden Trainern Florian Franz und Sven Reiter mit herausragend steiler Lernkurve auf. Nach diesen beiden Tagen flatterte dann eine Bewerbung von ihm in den Maileingang der Drift-Schule. Marc hatte sich als Trainer beworben und begleitete fortan zahlreiche Trainings als Zuschauer und Assistenz-Trainer. Nun hatte Ihn der Drift-Virus völlig infiziert und er war bei jedem Freien-Driften der Drift-Schule Stammgast. Hierfür musste auch immer noch sein Alltagsauto herhalten. Mit fortschreitender Häufigkeit der Drift-Events wurde dann Ende 2013 ein E36 M3 angeschafft, der über den Winter zu einem reinrassigen Drifter aufgebaut wurde.
Schritt für Schritt reifte mit dem Auto auch seine Fahrzeugbeherrschung, und parallel dazu auch seine Fähigkeiten als Trainer. Seit Mitte 2013 ist Marc ein wichtiger Teil unseres Trainerteams.

Mitte 2014 traute er sich dann an den ersten Wettbewerb. Der IDS-Lauf in Ludwigshafen mit bewässertem Untergrund und verhältnismäßig langsamen Geschwindigkeiten schien ihm dafür ideal. Dort schlug er gegen die erfahrenen Kollegen gleich mal mit einem 3. Platz in der Qualifikation und einem 4. Platz im Finale wie eine Bombe ein.

Allerdings endete danach die Drift-Saison 2014 für Marc auch schon wieder, denn er verbrachte die zweite Jahreshälfte in den USA. Dort reifte durch die lange Drift-Abstinenz und einen Besuch bei der Formula Drift in Irwindale die Motivation für die Saison 2015 und im Rückfluggepäck befanden sich dann auch mehr Fahrzeugteile als Gepäck.
Mit den Modifikationen am M3 gelang 2015 ein grandioser Einstieg mit einem Sieg bei den German Drift-Wars. Auch im weiteren Verlauf der Saison fuhr er einzelne Läufe verschiedener Serien und machte sich einen Ruf als Favoritenschreck. Bei seinem Gaststart in der Pro-Klasse des ADAC Drift Cups gelang ihm auf Anhieb ein 5. Platz in der Qualifikation, sein größter Erfolg war ein 4. Platz beim Lauf von Drift-United am Nürburgring. Am Ende der Saison hatte er an insgesamt 12 Drift-Veranstaltungen verschiedener Serien teilgenommen, über 2000 Drift-Kilometer zurückgelegt und die Erfahrung auf trockenem Asphalt war enorm gewachsen. Weiter geht es nach der Winterpause mit dem bewährten Auto aber in neuem Design im Team der Drift-Sheriffs!

  • 2015 1. Platz German Drift-Wars
  • 2015 7. Gesamtrang Drift United (2 von 4 Läufen gefahren)

(40 CP = 6x Basic-Training, 1x Advanced-Training, 7x Freies-Driften)
Fotos: Drift-Schule Bilddatenbank, Stefan Brencher, Ronny Mädler, Ascheberg Photo