Drift-ABC

Das ABC des Driftens - Alle Fachbegriffe auf einen Blick

Wer anfängt, sich für den Drift-Sport zu interessieren, hört häufig seltsame Fachbegriffe.
Auch bei unseren Trainings verwenden wir immer wieder diese Fachbegriffe, weil es irgendwann viel zu kompliziert wäre, die Fahrzustände oder Fahrtechniken jedes Mal aufwändig zu umschreiben. 
Andere Begriffe sind durchaus geläufig, aber nicht ihre Bedeutung oder ihr Stellenwert im Driftsport.

Abflug [der]
Unabsichtliches Verlassen der Strecke mit allen vier Rädern, zum Beispiel ins Kiesbett.

Anpendeln oder Aufschaukeln [das]
Weil viele Fahrzeuge am Kurveneingang eher zum Untersteuern neigen, wird das Fahrzeug vor der Kurve durch Lenkbewegungen aufgeschaukelt. Wenn die Lenkbewegungen zur Schwingfrequenz des Fahrzeugs passen, fangen die Hinterräder an, die Haftung zu verlieren. Dadurch bricht am Kurveneingang das Heck aus.

Backwards Entry [der]
Auch "Reverse Entry". Ein Entry mit so starkem Winkel, dass das Fahrzeug mehr rückwärts als vorwärts unterwegs ist. (Driftwinkel über 90°). Von einem Backwards Entry spricht man aber nur, wenn die Geschwindigkeit hoch bleibt und der Drift ohne Korrekturen fortgesetzt werden kann. Ansonsten war es einfach nur zu viel Winkel. Für einen Backwards Entry braucht man mehr Grip auf der Hinterachse als auf der Vorderachse, damit sich das Auto aus diesem starken Winkel nicht weiter eindreht.

Bashbar [die]
Auf deutsch - [der] Rammbügel. Sieht aus wie die Kuhfänger bei alten SUVs, sind aber unter Front- und Heckschürze versteckt. Allerdings oft nicht lange, da manche Fahrzeuge ihre GFK-Teile bald von sich werfen. Eine Bashbar schützt Kühler und andere empfindliche Bauteile beim Kontakt mit dem Gegner.

Battle [bei den meisten deutschen Drifter "das"]
laut Duden [der oder die] - oder auch Twin Battles [die] - Zweikampf - Form des Drift-Wettbewerbs, bei der zwei Fahrer im direkten Duell gegeneinander antreten. Der Leader gibt eine Linie vor, der Chaser versucht sie möglichst exakt zu kopieren. Je näher er dabei dem Leader folgt, desto mehr Punkte bekommt er. Der Fahrer mit der höheren Platzierung aus der Qualifikation beginnt in der Rolle des Leaders. Im zweiten Battle werden die Rollen vertauscht. Besteht nach diesen zwei Läufen Punktgleichheit, werden die Battles wiederholt. Man spricht dann von einem Re-Run oder auch "One More Time".

Bremsen [das]
Ob mit dem rechten Fuß oder als Linksbremsen, erzeugt das Bremsen eine Erhöhung der Radlast an der Vorderachse, was ein besseres Einlenken ermöglicht. Gleitzeitig verringert sich die Radlast an der Hinterachse, wodurch das Fahrzeug eher zum Ausbrechen neigt.

By-Run [der]
Twin-Battle ohne Gegner. Der Fahrer des By-Runs ist automatisch eine Runde weiter. Kommt vor, wenn sich kein Gegner qualifizieren konnte oder wenn ein Battle-Gegner nicht antreten kann, meist durch ein technisches Problem. Der verbliebene Fahrer darf einmal die Strecke ohne Gegner durchfahren, um keinen Trainingsnachteil gegenüber seinem nächsten Gegner zu haben. 

Chaser [der]
vom Englischen "to chase" = jemanden, etwas jagen [nachjagen, verfolgen] - der Chaser versucht die Linie des Leaders möglichst exakt zu kopieren. Ob das Kopieren der Linie oder der Abstand der Fahrzeuge zueinander Priorität hat, wird von den Judges vorher definiert. (Siehe Proximity)

Clipping Point [der]
Meistens durch Pylonen oder Baken markierter Punkt, den die Fahrer bei Driftwettbewerben möglichst nah anfahren müssen. Dadurch kann von den Judges die Linie vorgegeben werden. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, werden Clipping Points oft in Bereiche der Strecke gestellt, die nur schwer zu erreichen sind, den Fahrer vor schwierige Aufgaben bei der Linienplanung stellen oder Überwindung kosten, wenn der Clipping Point zum Beispiel an einer Mauer steht. (Siehe Walltap)

Clutch Kick [der]
Beschreibt das abrupte Treten und wieder Loslassen der Kupplung, während man gleichzeitig auf dem Gaspedal steht, wodurch die Leistung schlagartig rein “kickt“. So können auch Motoren mit träger Leistungsentfaltung auf die passende Drehzahl gebracht werden. 

Cutten [das]
Wenn man an der Kurveninnenseite die Strecke verlässt und damit die Strecke abkürzt um sie schneller fahren zu können, dann spricht man vom Cutten der Kurve.

Dirt Drop [der]
Wenn man im Drift an der Kurvenaußenseite mit dem Hinterrad über die Randsteine hinauskommt und dabei Erde, Rasen oder ähnliches aufwirbelt spricht man von einem Dirt Drop. Dirt Drops erfreuen Fotografen und Zuschauer und ergeben ein ähnliches Stilelement wie Reifenqualm. Kann bei Wettbewerben aber zu Punktabzug oder einem Nuller führen, wenn das Verlassen der Strecke mit mehr als einem Rad von den Judges als Fehler definiert wurde, siehe Off-Track.

Dynamische Achslastverlagerung [die]
Bei der Gaswegnahme oder beim Bremsen wird das Fahrzeuggewicht von der Hinterachse auf die Vorderachse verlagert. Dadurch verliert die Hinterachse an Bodenhaftung, was ein ausbrechendes Heck begünstigt.

E-Brake [die]
Vom Englischen „Emergency Brake“ ist die Handbremse des Fahrzeugs. Der Begriff wird unter deutschen Driftern selten verwendet, meistens spricht man von der Fly Off. Da bei Wettbewerben manche Judges aus dem Ausland kommen, fallen bei der Fahrerbesprechung aber auch oft die englischen Begriffe.

Entry [der]
Der Beginn oder das Einleiten des Drifts. Meistens auch der Beginn der Bewertung bei Wettbewerben.

Flick [der]
Auch Scandinavian Flick. Aggressives Einleiten des Drifts durch Lenkbewegungen, also ein Aufschaukeln des Fahrzeugs.

Fly Off [die]
Als "Fly Off" wird eine Handbremse bezeichnet, die nicht einrastet. Das sind im Driftsport oft riesige Handbremshebel, die nahe am Lenkrad montiert sind, damit der Fahrer nach dem Ziehen der Fly Off die Hände möglichst schnell wieder am Lenkrad hat.

Gasstoß [der]
Ein kurzes aber starkes Gas geben. Mehrere Stöße mit dem Gas hintereinander werden auch als „Pumpen“ oder „spielen mit dem Gas“ bezeichnet, was bei Wettbewerben Punktabzüge geben kann. Eine gleichbleibende Gaspedalstellung wird von den Judges bevorzugt, da es wesentlich schwieriger ist, auf Anhieb die passende Gaspedalstellung für die gesamte Kurve aus dem Ärmel zu schütteln.

Geschweißtes Differenzial [das]
Durch Festschweißen der Zahnräder im Ausgleichsgehäuse wird das Differenzial lahmgelegt. Führt aber zu einem sehr untersteuernden, schlecht einlenkenden Fahrverhalten und erheblicher Be- bzw. Überlastung der Antriebswellen.

Handbremse [die]
Die Handbremsen im Driftsport haben nicht mehr viel mit der Serien-Handbremse zu tun. Im Serienfahrzeug betätigt die Handbremse über einen Seilzug oft nur eine schwächliche Trommelbremse. Sie ist gerade bei älteren Fahrzeugen und leichtem Gefälle oft nicht mal mehr in der Lage, das Fahrzeug im Stand zu arretieren. Geschweige denn aus Fahrgeschwindigkeit herunter zu bremsen oder sogar bei hohem Tempo Räder zu blockieren. Im Driftsport ist die Handbremse meist eine „Fly Off“ und wirkt auf einen hydraulischen Bremszylinder. Sie wird im Driftsport zum Korrigieren verwendet, da sie Hinterräder zum Rutschen bringt und den Winkel erhöht, aber im Gegensatz zum Gasstoß keine Geschwindigkeit aufbaut.

Initiation [die]
Einleitung des Drifts. Ein Drift kann durch ein Anpendeln, durch Bremsen, einen Gasstoß, mit der Handbremsedurch einen Lastwechsel oder auch mit der Kupplung eingeleitet werden. Meistens ist es sogar eine Mischung aus mehreren Techniken. Beim Entry im Profisport wird meist mit der Handbremse oder durch einen Flick eingeleitet, wobei viele Wertungsrichter einen Flick bevorzugen, wenn es die Strecke erlaubt.

Judge [der]
Als Judge wird im Driftsport der Wertungsrichter bezeichnet. Meistens gibt es mehrere Wertungsrichter, die nach den Kriterien LinieWinkel und Style, teilweise auch nach Geschwindigkeit bewerten.

Kupplung [die]
Die Kupplung kann zum Driften auf zwei verschiedene Arten benutzt werden. Einerseits als „Shift Lock“ mit einen abrupten Einkuppeln ohne dabei Gas zu geben. Dabei bremst das Motorschleppmoment die Hinterräder so stark ab, dass es sogar zu einem Blockieren kommen kann. Andererseits als Einkuppeln mit gleichzeitigem Gas geben als Clutch Kick.

Leader [der]
Der führende Fahrer bei Battles. Sein Lauf wird nach den gleichen Kriterien wie in der Qualifikation bewertet. Der Chaser versucht, diese Linie zu kopieren.

Linie [die]
Wertungskriterium bei Driftwettbewerben. Für gute Bewertungen muss der Fahrer so nah wie möglich an die Clipping Points heran, die Linie muss flüssig gefahren werden und es dürfen nur wenige Korrekturen der Linie zu sehen sein.

Linksbremsen [das]
Bremsen mit dem linken Fuß, wodurch es möglich ist, gleichzeitig mit dem rechten Fuß auf dem Gas zu stehen. Praktisch, um Motoren mit träger Leistungsentfaltung bei Laune zu halten. Wird auch benutzt, um die Geschwindigkeit zu verringern, aber gleichzeitig mit dem Gas die Hinterachse voll am Durchdrehen zu halten. Kann zum Schummeln benutzt werden, wenn man sich nicht traut, wirklich schnell zu fahren oder wenn man bei Battles den Hintermann in Schwierigkeiten bringen will. Wird daher von den Judges nicht gern gesehen. In den meisten Driftserien sind Bremslichter auch in der Frontscheibe vorgeschrieben, um übermäßigen Gebrauch der Bremse für Judges und Zuschauer sichtbar zu machen. 

Lastwechsel [der]
Beschreibt die Reaktion des Fahrzeugs auf Gaswegnahme. Das Fahrzeug wird durch das Motorschleppmoment verzögert und die Hinterachse verliert durch die Verschiebung des Gewichts auf die Vorderachse an Bodenhaftung.

LSD [das]
Wenn Drifter die Abkürzung LSD verwenden, ist von einem Sperrdifferenzial „Limited Slip Differential“ die Rede. Also kein Grund zur Sorge.

Lupfen [das]
Ein kurzes oder leichtes Gaswegnehmen. Kann Punktabzug von den Judges geben, da es meist in Angstmomenten vorkommt, wenn man nicht komplett vom Gas will, aber das Gefühl hat, ein bisschen zu schnell zu sein. Wird von den Fahrern ungern zugegeben. Kann aber bei Battles auch vom Leader eingesetzt werden, um beim Anlauf nehmen, den Chaser auszutricksen. Wird von den Judges nicht gern gesehen.

Manji [der]
Kommt von dem Japanischen und steht für "Haken" oder auch "Haken schlagen" wie ein Hase - Umsetzen des Drifts durch Lenkbewegungen, Aufschaukeln des Fahrzeugs. Hierbei nutzt man oft die ganze Streckenbreite aus. Man spricht dann von einem Manji, wenn ein zusätzliches Pendeln zum Überbrücken einer Geraden oder langezogenen Kurve verwendet wird.

Missile [die]
Drift-Fahrzeug von eher geringem Wert welches für Kontaktfahren genutzt wird. Für erste Erfahrungen mit Walltaps oder Battles werden gerne Fahrzeuge benutzt, bei denen die eine oder andere Delle nicht stört oder schon gar nicht mehr auffällt. 

Motorschleppmoment [das]
Oder auch Motorbremswirkung ist der mechanische Widerstand mit dem der Motor die angetriebene Achse bei der Gaswegnahme abbremst. Wird beim Auskuppeln kein Gas gegeben, fällt die Drehzahl des Motors Richtung Standgas ab. Beim Einkuppeln entsteht dann ein Ruck, wenn der Motor wieder auf Drehzahlen gebracht werden muss. Je stärker die Differenz angehoben werden muss, desto stärker ist das Motorschleppmoment.

NOS [das]
Lachgaseinspritzung. Im deutschen Driftsport derzeit noch wenig verbreitet.

Off-Track
Unabsichtliches Verlassen der Strecke. Führt bei Wettbewerben zu Punktabzug oder einem Nuller, also 0 Punkten für den Wertungslauf. Im Briefing wird die genaue Definition eines Off-Tracks von den Judges festgelegt.

Offenes Differenzial [das]
Ermöglicht unterschiedliche Raddrehzahlen an den Antriebsrädern. Da beim Kurvenfahren das kurvenäußere Rad eine weitere Strecke zurücklegen muss als das innere Rad, ist ein Ausgleich der Raddrehzahlen nötig. Beim Driften wird die Kraft vom offenen Differenzial jedoch an das entlastete, kurveninnere Rad geleitet. Hierbei schafft ein geschweißtes Differenzial oder ein Sperrdifferenzial Abhilfe.

Power Oversteer [der], Power Oversteering [das], oder auch Powerslide [der]
Leistungsübersteuern. Ein Durchdrehen der Antriebsräder nur durch Gas geben. Je mehr Haftung der Reifen hat, desto mehr Leistung wird benötigt, um die Hinterräder durchdrehen zu lassen. Von den Driftern abfällig als "Kurvenausgangsdrift" verspottet. Während Driften schon am Kurveneingang mit einem Entry begonnen wird, findet ein Powerslide meist am Kurvenausgang statt.

Proximity [die]
Bezeichnet die Nähe der Fahrzeuge zueinander bei Battles. Je näher der Chaser an den Leader heranfährt, desto höher der Schwierigkeitsgrad und damit die Bewertung.

Qualm [der]
Wenn die Strecke in blauen Qualm gehüllt ist, dann freuen sich die Zuschauer. Spielt für die Bewertung aber keine Rolle. Je schneller das Rad durchdreht, desto mehr erhöht sich die Temperatur des Reifens, bis er verbrennt. 

Reifen [der]
Spielt eine entscheidende Rolle beim Driften. Je mehr Haftung ein Reifen hat, desto höhere Kurvengeschwindigkeiten sind möglich, was sich positiv in der Bewertung niederschlägt. Je höher aber die Bodenhaftung, desto mehr Leistung müssen die Fahrzeuge haben, um die Räder trotzdem durchdrehen zu lassen und desto höher ist auch der Verschleiß. Welche Reifen man fährt, ist somit eine Frage des Budgets.

Scandinavian Flick [der]
Benannt nach den Skandinavischen Rallyefahrern, die in den 1960er Jahren damit begonnen hatten, ihre Fahrzeuge vor den Kurven durch Lenkbewegungen aufzuschaukeln und damit einem Untersteuern vorzubeugen. Kann mit einem Clutch-Kick noch aggressiver gestaltet werden.

Sperrdifferenzial [das]
Kann Drehzahlunterschiede der Räder in einem gewissen Rahmen reduzieren oder ganz unterbinden und damit variabel und asymmetrisch das Drehmoment dorthin verteilen, wo es in Vortrieb umgewandelt werden kann, also zum Rad mit dem höheren Gripniveau. Es gibt verschiedene Arten von Sperrdifferenzialen mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Spotter [der]
Aus dem Englischen für Erkunder, Detektiv. Teammitglied, dessen Aufgabe die Beobachtung des eigenen Fahrers und der Mitbewerber ist. Gibt Feedback über die Einhaltung der Bewertungskriterien. Weist den Fahrer auf Besonderheiten oder strategische Vorteile anderer Fahrer hin, wie zum Beispiel die Art des Einleitens oder die Wahl der Linie.

Style [der]
Bewertung des Stils bei Driftwettbewerben. Die Judges freuen sich über Vollgas von Start bis Ende, viel Qualm, einen aggressiven und frühen Entry und eine möglichst hohe Geschwindigkeit. Eine hohe Geschwindigkeit kann aber im Widerspruch zu einem möglichst großen Winkel stehen. Der Fahrer muss also einen Kompromiss finden, bei dem gute Bewertungen in beiden Kriterien zu erreichen sind.

Train [der]
Englisch für Eisenbahnzug. Beschreibt die Steigerung von Twin-Battles, wenn mehr als zwei Fahrzeuge Tür an Tür unterwegs sind. Kommt nicht bei Wettbewerben, sondern beim Freien Fahren oder im Freien Training vor.

Transition [die]
Englisch für das Umsetzen von einem Drift in den nächsten.

Umsetzen [das]
Bei Wechselkurven muss der Drift von einer Richtung auf die andere umgesetzt werden. Um möglichst gute Bewertungen bei Wettbewerben zu bekommen, muss das Umsetzen flüssig, schnell und aggressiv erfolgen. Massiven Punktabzug gibt es, wenn es zwischen den beiden Drifts hakt, oder sogar ein kurzes Absetzen des Drifts erfolgt. Ein komplettes Absetzen führt bei Wettbewerben zu null Punkten.

Untersteuern [das]
Verlust der Haftung an der Vorderachse. Das Fahrzeug schiebt über die Vorderräder.

Übersteuern [das]
Verlust der Haftung an der Hinterachse. Das Fahrzeug bricht mit dem Heck aus.

Vollgas [das]
In Wettbewerben wird ein hoher Vollgasanteil mit guten Bewertungen belohnt, dabei sollte das Fahrzeug allerdings noch nicht im Begrenzer rattern. Unnötiges Spielen mit dem Gas gibt oft Punktabzug.

Walltap [der]
Leichtes und kurzes touchieren der Mauer mit dem Heck während des Driftens. Ein perfekter Walltap hinterlässt an der Heckschürze lediglich minimale Kratzspuren, allerdings sollte durch die Berührung der Mauer der Driftwinkel nicht verändert werden und keine Korrekturen am Lenkrad nötig sein. Wenn Teile fliegen, war es schon zu viel und wenn das Auto nach dem "Walltap" auf die Richtbank muss, dann war das kein Walltap, sondern ein Einschlag.

Winkel [der]
Oder auch Driftwinkel. Für gute Bewertungen in Driftwettbewerben wollen die Judges idealerweise einen gleichmäßig hohen Winkel mit gleichbleibendem Lenkeinschlag sehen. Korrekturen, um den Winkel wieder zu erhöhen oder zu verringern, geben Punktabzug. Auch das Umsetzen geht in die Wertung zum Winkel ein. Zu viel Winkel verlangsamt aber das Fahrzeug stark, was von den Judges wiederum mit Punktabzug bestraft wird.

Wisefab [das]
Lenkwinkelerweiterung über den serienmäßigen Standard-Winkel hinaus. Bei einigen Modellen sind bis zu 80° Lenkwinkel möglich. Hierzu werden Querlenker, Achsschenkel, Domlager sowie Spur- und Lenkstange durch vorgefertigte Bauteile ersetzt.