Harte Positionskämpfe - Unser erstes Drift-Kart Turnier im Power-Car Motodrom Mannheim

Für unser erstes Driftkart-Turnier in Mannheim hatten wir uns den Sonntag nach der Sachskurve ausgesucht. Die Startzeit wurde allerdings mit 15:00 relativ entspannt am Nachmittag gewählt, um den Beteiligten die Chance zu leichter Regeneration zu geben, schließlich waren fast alle Teilnehmer noch am Vortag am Hockenheimring in verschiedenen Funktionen im Einsatz.

Das Fahrerfeld bestand auch überwiegend aus den üblichen Verdächtigen, die sich alle ein bis zwei Wochen zum Driftkartfahren treffen. Neuzugang Kevin Kukla war es allerdings, der in der Quali gleich mal allen davonfuhr und sich den besten Startplatz im ersten von vier Rennen sichern konnte. Diese Führung konnte er auch gleich im Rennen für sich behaupten und weiter ausbauen, während sich dahinter ein unterhaltsames Scharmützel zwischen Florian Franz und Pascal De Vreese entwickelte, bei dem über zwei Drittel des Rennens beide Fahrer immer wieder die Positionen tauschten. Auch dahinter ging es turbulent um Platz 4 zur Sache, denn dort entbrannte ein Familienduell zwischen Kevin Landers und Sohnemann Leon, das irgendwann der Vater für sich entscheiden konnte. Der zweite Neuzugang Volker Feeser kam im Lauf des Rennens zunehmend besser mit dem Driftkart zurecht und konnte irgendwann ebenfalls Leon Landers hinter sich lassen. Max Riemensperger auf der letzten Position hatte es schon relativ bald aufgegeben, schnelle Runden zu fahren und kultivierte lieber seine Driftwinkel.

Für das zweite Rennen wurden die Fahrer auf den Karts komplett von vorne nach hinten durchgetauscht. Der Sieger des ersten Rennens Kevin Kukla übernahm so das Kart des Letzten, Max Riemensperger, und startete auch von der letzten Position, während Max Riemensperger von der Pole Position startete. Diese Freude währte allerdings nur bis zur ersten Kurve, dort verkeilte sich das halbe Starterfeld und nach zwei Kurven waren bereits die Positionen wieder recht ähnlich wie zu Ende des ersten Laufs. Vorne dran ein einsamer Kevin Kukla, der in Riesenschritten seinen Vorsprung vergrößerte. Allerdings konnte diesmal Kevin Landers deutlich besser das Tempo von Florian Franz und Pascal De Vreese mitgehen. Als sich die beiden wiederholt aus der Ideallinie schoben, flutschte plötzlich Kevin Landers innen durch. Sein lautes Lachen konnten die beiden anderen Fahrer deutlich hören. Einige Runden später war aber die ursprüngliche Reihenfolge wiederhergestellt. Dahinter hatte sich Volker Feeser mit Max Riemensperger zusammengetan und mit ihm angefangen, eher auf den Driftwinkel als auf die Geschwindigkeit zu achten, trotzdem konnten beide Leon Landers hinter sich lassen, der mit Kart 12 nicht gerade glücklich war. Dieses Kart übernahm dann der Sieger Kevin Kukla beim Karttausch vor Rennen 3, konnte damit sogar für ein paar Runden die Führung übernehmen, wurde dann aber von Florian Franz überholt. Dahinter eskalierte Kevin Landers, rammte zuerst Pascal De Vreese aus dem Weg und verlor dann Eingang Start-Ziel das Heck. Der heftige Einschlag in den Pfeiler endete mit einem Reifenschaden. Während er an die Box humpelte, um sein Kart zu tauschen, erbte, wie sollte es auch anders sein, der Sohn. Leon Landers übernahm Platz 3 und gab ihn bis ins Ziel nicht mehr ab. Kevin Landers, inzwischen auf Position 5, nahm nicht mehr die Verfolgung auf, sondern schloss sich dem Beispiel von Volker Feeser und Max Riemensperger an und übte mit ihnen Paralleldriften. Ein ähnliches Bild dann auch in Rennen 4. Florian Franz in Führung, dahinter ein Kampf zwischen Kevin Kukla und Pascal De Vreese, dann Leon Landers und dahinter das Battle-Trio aus Kevin Landers, Volker Feeser und Max Riemensperger.

Nach 4 Rennen mit je 20 Minuten Länge hieß dann in der Endabrechnung der Sieger Kevin Kukla und alle Fahrer waren sich einig, dass diese Veranstaltung eine Fortsetzung braucht.