Seit seiner ersten Generation ist der Mazda MX-5 ein Fahrzeug mit lebhaftem Heck. Und dafür lieben ihn die Drifter. In seiner neuesten Version hatten wir ihn jetzt schon häufig beim Basic-Training.

Manchmal ergeben sich Zufälle, die man besser garnicht hätte planen können. Mitte Mai hatten wir zwei Mazda MX5 für das Training in Hannover angemeldet. Den neuen MX-5 ND und einen Miata der ersten Generation. So hatten wir gleich die Möglichkeit, den aktuellen MX-5 mit seinem Urahn direkt vergleichen zu können.

Vor allem freut uns, daß sich der MX-5 über die Generationen hinweg treu geblieben ist. Während bei anderen Herstellern die Fahrzeuge pro Generation um 100 bis 200 Kilo schwerer werden, ist der MX-5 bei einem Leergewicht um die 1000 Kilo geblieben. Das aktuelle Modell wieselt genauso agil über die Trainingsflächen wie die Version von 1989, reagiert genauso schön auf Lenkbewegungen wie sein Urahn.

Auf die Schnelle fällt uns nichts auf, was der Klassiker besser kann als die aktuelle Version, mal vom Kaufpreis abgesehen. In der Neuauflage hat man einige Annehmlichkeiten moderner Technik, wie zum Beispiel die Klimaanlage. Und das DSC hilft im Straßenverkehr, für Driftzwecke ist es komplett abschaltbar. Es gibt ein bisschen mehr Leistung, wobei das noch gern deutlich mehr sein dürfte. Da sind wir auf den Abarth 124er Spider gespannt, der ja auf dem MX-5 basiert.

Einen ganzen Ansturm von MX-5 ND hatten wir am 23. Juli zu unserem MX-5 Special in Gründau. Fast jeder der Teilnehmer berichtete uns davon, schon unfreiwillige Drifterfahrungen gemacht zu haben. Der MX-5 ND ist halt von seinen Genen ein echter Drifter. Die Serienbereifung tut ihr übriges dazu. Wie schon beim Toyota GT 86 ist die Bereifung eher auf geringen CO2 Ausstoß als auf Grip optimiert, also im Prinzip eher ein Stück Hartgummi für langen Driftspaß ohne großen Verschleiß.

Wir sind also vom Mazda MX-5 ND total begeistert. Er ist genau das Auto, das wir uns erhofft hatten und ein würdiger Nachfolger seiner Art.