DRIFT.de Drift Series 2020 Lauf 3 – Ein Rückblick

Der dritte Lauf der DRIFT.de Drift Series 2020 vom 25. bis 27. September schien meteorologisch den Herbstbeginn zu markieren. Neben des anspruchsvollen Parcours auf der Aktionsfläche Ost des Hockenheimrings stellten wechselnde herbstliche Wetterbedingungen, darunter Regen, Kälte und am Finalsonntag sogar ein klein wenig Sonnenschein, die Teilnehmer vor besondere Herausforderungen und sorgten für spannende Wettkämpfe. Dabei waren Skills im Nass- und Trocken-Driften gefragt.

Das Starterfeld konnte sich am Finalwochenende der Drift Series, übrigens Deutschlands einzige Drift-Meisterschaft, die in diesem Jahr durchgeführt wurde, sehen lassen: So gingen neun Fahrer in der Klasse Street, 19 Fahrer in der Klasse Open, 28 Fahrer in der Klasse Club sowie 22 Fahrer im Limbo-Wettbewerb an den Start und stellten sich den versierten Wertungsrichtern - Hans-Jürgen Reiss, Ronny Thimmig und Philippe Guillod.

 

 

Drift-Limbo if you can

In guter alter Tradition ging der Wettbewerb am Freitagnachmittag mit dem Drift-Limbo los. Die Gewinnerin des zweiten Laufs Ende Juli, Alexandra Schlecht, ging als einer der Favoriten in die Challenge und wurde ihrer Rolle gerecht. Wie ein Uhrwerk zirkelte sie ihr Fahrzeug von Runde zu Runde durch den immer enger werden Abstand zwischen den maßgeblichen Pylonen. Am Ende sicherte sie sich nicht nur den Sieg des dritten Drift Series Laufs, sondern konnte sich mit insgesamt 66 Meisterschaftspunkten vor Christian Kapoun (55 Punkte) und Tim Portugall (37 Punkte) in ihrem Ford Mustang zur Limbo-Königin 2020 krönen.

 

Drift-Limbo (3. Lauf Drift Series 2020)

  1. Alexandra Schlecht (25 Punkte)
  2. Philippe Brunner (21 Punkte)
  3. Quentin Zemp (18 Punkte)

Champion 2020 / Drift-Limbo

  1. Alexandra Schlecht (66 Punkte)
  2. Christian Kapoun (55 Punkte)
  3. Tim Portugall (37 Punkte)

 

Der Finalsonntag

Er kam, sah und siegte: Marco Altman ließ an seinem Willen zum Sieg keinen Zweifel. Der Gewinner der ersten beiden Drift Series Läufe wurde in seinem dritten Run von den Judges bei seinem besten Lauf der diesjährigen Meisterschaft mit 71 Punkten belohnt und sicherte sich damit nicht nur den Sieg des Tages, sondern auch den Championstitel 2020 der Klasse Street.

Klasse Street (3. Lauf Drift Series 2020)        

  1. Marco Altmann (71 Punkte)
  2. Daniel Dünow (67 Punkte)
  3. Anton Sudov (66 Punkte)

Champion 2020 / Klasse Street

  1. Marco Altmann (50 Punkte)
  2. Henri Siitonen (39 Punkte)
  3. Daniel Dünow (37 Punkte)

Meisterschaft Street

 

In der Klasse Open hatte Donatas Gedgaudas die Nase mit drei konstant guten Läufen vorn und setzte sich deutlich mit 84 Punkten vor der Konkurrenz ab, was ihm nicht nur den Sieg des Tages, sondern auch den Gesamtsieg 2020 sicherte. Alex Naumann, Walter Friedrichsen, Tim Portgall und Martin Woitas lieferten in ihren Drifts ähnlich gute bis sehr gute Leistungen ab, vom besten bis zum am schlechtesten platzierten Fahrer dieser Gruppe besteht nur ein Unterschied von sechs mageren Punkten. Eine wahrlich knappe Kiste! Für zusätzlichen Adrenalin-Rush sorgte Kirill Smorchkov, der seinen zweiten Run in der Mauer beendete. Glücklicherweise konnte er das Auto unverletzt verlassen. Stefan Maier kämpfte zunächst mit technischen Problemen, wobei es nicht klar war, ob er antreten können würde. Am Ende konnte er doch an den Start gehen und belohnte die Anwesenden mit phänomenalen Wallrides.

Klasse Open (3. Lauf Drift Series 2020)

  1. Donatas Gedgaudas (84 Punkte)
  2. Alex Naumann (74 Punkte)
  3. Walter Friedrichsen (73 Punkte)

Champion 2020 / Klasse Open

  1. Donatas Gedgaudas (50 Punkte)
  2. Tim Portugall (46 Punkte)
  3. Martin Woitas (32 Punkte)

Donatas Gedgaudas

 

Die Klasse Club hielt im Finale der Top 16 einige Überraschungen, Dramen und „Favoritensterben“ (O-Ton Kommentatoren) bereit: Trotz Bestplatzierung verlor Meisterschaftskandidat Peter Grimm nach „Gerade-Stellen“ seines Autos im Chase-Run seinen Platz in den Top 8 an Alexander Kapoun, der als 16. ins Finale zog. Durch einen technischen Defekt war Charel Origer zur Aufgabe gezwungen, wodurch Denise Ritzmann eine Runde weiterkam. Maxi Grimm verbremste sich, seine Konkurrentin Bianca Lankes-Mack konnte sich so für das nächste Battle qualifizieren. Philippe Brunner brach den zweiten Lauf nach einem Walltap ab und schickte Axel Mack in die nächste Finalrunde. Trotz zwei super Läufen als Lead sowie Chaser musste sich Andreas Dallmann mit nur einem Punkt Unterschied Oliver Walton geschlagen geben. Andreas Waibel verpasste seine Chance auf eine weitere Runde, da er beim zweiten Lauf einplankte und das Feld somit Jan Mehring überließ. Christian Kapoun und Janis Spohner lieferten zwei starke Läufe, die Judges schickten letztgenannten weiter. Jan-Eric Seeber konnte sich gegen Daniel Steiner durchsetzen.

In den Top 8 lieferte Denise Ritzmann gegen Alexander Kapoun einen super Lead-Run, aber einen doch eher durchwachsenen Chase ab. Am Ende fiel die Entscheidung dennoch für die Drifterin. Nach einem One-More-Time und einem strammen Tür-an-Tür-Chase von Alex Mack schied Bianca Lankes-Mack aus dem Finale aus. Ein mit leichten Fehlern behaftetes Battle lieferten sich Jan-Eric Seeber und Janis Spohner, dessen Auto eine Leihgabe von Tim Portugall war und hierbei ein leichtes Walltap erlitt. Am Ende hatte Seeber die Nase vorn. Das Battle gegen Jan Mehring konnte Oliver Walton für sich entscheiden, der jedoch bei der nächsten Runde aufgrund eines technischen Defekts im Duell mit Seeber aufgeben musste und auch nicht zum Kleinen Finale gegen Denise Ritzmann antreten konnte, die sich nach einem extrem spannenden Duell versus Axel Mack wegen Reifenwechsels und technischen Defekts ein 5-Minuten-Timeout gegönnt hatte. Leider konnte sie die Zeit bis zum von den Judges angeordneten One-More-Time gegen Mack nicht einhalten und verpasste somit die Chance auf den Finallauf. Mack marschierte automatisch eine Runde weiter.

In einem würdigen, von den Judges beklatschten Finale schenkten dich die beiden Gewinnanwärter Jan-Eric Seeber und Axel Mack nichts. Durch einen sehr guten Lead von Seeber konnte sich dieser einen entscheidenden Vorteil herausarbeiten, welcher letztlich zum Sieg des dritten Meisterschaftslaufs führte. Auch Denise Ritzmann hat sich in ihrem Bye-Run zum dritten Platz nach dem Ausfall von Oliver Wanton nicht lumpen lassen und ließ das Auto ordentlich fliegen.

Klasse Club (3. Lauf Drift Series 2020)

  1. Jan-Eric Seeber (46 Punkte)
  2. Axel Mack (37 Punkte)
  3. Denise Ritzmann (Streichresultat)

Champion 2020 / Klasse Club

  1. Yves Meyer (79 Punkte)
  2. Jan-Eric Seeber (75 Punkte)
  3. Janis Spohner (70 Punkte)

Jan-Eric Seeber

 

Die Sonderpreise 2020 gingen an: Verena Pfenning (Engagement für Drift Series), Daniel Dünow und Marcel Münch (Dauerbrenner), Alex Naumann (Best of Wallride), Peter Grimm (Best of Style), Axel Mack (Best of Show)

Florian Franz, Inhaber von DRIFT.de und Veranstalter der Drift Series, zieht ein sehr positives Fazit nach dem Event: „Nachdem es im Frühjahr zunächst bedingt durch die Corona-Pandemie nicht danach aussah, dass wir unsere Meisterschaft durchziehen können, sind wir nun nach drei absolvierten Läufen glücklich und motiviert für die kommende Saison, bei der auch hoffentlich wieder Zuschauer bei der Drift Series erlaubt sind. Wir haben wirklich erstklassigen Driftsport gesehen. Und das geht auf das Konto unserer Starter, die einen fantastischen Job gemacht haben. Aber auch unseren Officials, Helfern und Unterstützern gilt besonderer Dank. Ohne ihren Einsatz wäre die Meisterschaft 2020 nicht zustande gekommen."

Livestream etabliert sich bei Fans

Nach der erfolgreichen Premiere des DRIFT.de Livestream auf der Plattform Twitch im Rahmen des zweiten Laufs der Drift Series 2020 Ende Juli haben die Organisatoren noch einmal technisch aufgerüstet, um einen noch professionelleren und spannenderen Streamingdienst zu liefern. Die Fans wussten dies zu schätzen: www.twitch.tv/driftde verzeichnete rund 4.500 Aufrufe - und nicht nur aus Deutschland. Auch Motorsport-Freunde aus der Schweiz, Österreich, Frankreich, den USA und Großbritannien verfolgten das Geschehen am Hockenheimring. Highlight des Livefeeds mit den meisten Aufrufen waren die Finalbattles der Königsklasse Club. Inklusive der Übertragung des Missile Mondays am 28. September 2020 sendete der Kanal 21 Stunden live aus drei Kamera-Perspektiven von der Drift-Strecke. Die Kommentatoren und ihre Gäste begleiteten die Läufe nicht nur unterhaltsam, sondern auch fachlich kompetent. Neulinge konnten sich so einen guten Eindruck vom gebotenen Drift-Sport machen. Auch die Chatfunktion wurde fleißig genutzt, um interaktiv Fragen zu stellen oder sich mit anderen Viewern auszutauschen. Dieses Erfolgsrezept wollen die Organisatoren auch bei künftigen Läufen beibehalten, um Fans ganz nah an die Action zu bringen.

 

Alle Ergebnisse gibt es hier...

 

Impressionen des großartigen Wochenendes findet ihr auf Facebook. Die Streaming-Videos stehen bei Twitch bereit.