DRIFT.de Drift Series Lauf 2 – Ein Rückblick

Der zweite Lauf der DRIFT.de Drift Series vom 31. Juli bis 2. August 2020 ging mit einem Rekordstarterfeld von 65 Teilnehmer an den Start. Nicht nur Drifter aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz, Österreich und Frankreich gaben sich bei den hochsommerlichen Temperaturen am Hockenheimring die Ehre. Am Wettbewerb nahmen in der Klasse Street neun Starter, in der Klasse Open 16 und in der Klasse Club 31 teil. Ebenfalls mit dabei waren die Brothers, die am Freitag nach Hockenheim kamen, um wie einige andere außer Konkurrenz zu testen.

Premiere auf Twitch war voller Erfolg

Erstmals wurde die ganze Action der DRIFT.de Drift Series live auf Twitch gestreamt. Und das mit Erfolg: Während des Wochenendes wurden 3000 Aufrufe über die Plattform getätigt, einige davon u.a. in den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Österreich. Über den brandneuen DRIFT.de Twitch Kanal gab es an den drei Veranstaltungstagen insgesamt knapp 16 Stunden kompetent moderierten Livefeed direkt von der Strecke. Den Viewern, von denen sich viele rege am Chat beteiligten, wurde ein kurzweiliger Mix aus spektakulärem Driftsport und Hintergrundinformationen geboten.

 

 

Results: Und so lief das Wochenende für die Starter

Wie bereits beim ersten Lauf der DRIFT.de Drift Series traten die Fahrer am Freitagnachmittag im Drift-Limbo gegeneinander an. Hierbei besteht die Kunst darin, das Fahrzeug im Drift so präzise wie möglich durch die Pylonen-Tore zu bewegen, welche in jeder weiteren Runde immer enger zusammengestellt werden. Limbo-Queen wurde Alexandra Schlecht (25 Limbo-Meisterschaftspunkte), gefolgt vom Zweitplatzierten Felix Berger (21 Limbo-Meisterschaftspunkte). Platz 3 teilten sich Christian Kapoun und Fabi Schneider (je 18 Limbo-Meisterschaftspunkte).

Nach dem zweiten Drift-Limbo-Wettbewerb ergibt sich die vorläufige Gesamtwertung wie folgt:
1. Alexandra Schlecht, Gesamtpunktzahl: 41
2. Christian Kapoun, Gesamtpunktzahl: 39
3. Tim Portugall, Gesamtpunktzahl: 31

Somit bleibt es im Hinblick auf den 3. Lauf in der Limbo-Wertung weiterhin spannend, alles ist noch möglich in der Meisterschaft.

Bei den einzelnen Wertungsläufen in den Klassen Street, Open und Club war erwartungsgemäß Action geboten. Am Samstagnachmittag wurde die Qualifikation für die Club-Klasse durchgeführt, hierbei ging es auch um den Einzug in die Top 16 für die Battles am folgenden Tag. Sieger der Qualifikation wurde Yves Meyer mit 86 Punkten, eingefahren in Lauf 3. Direkt dahinter, mit nur einem Punkt weniger, platzierte sich mit 85 Punkten Jan-Eric Seeber auf Rang 2. Die Top 3 komplettierte Felix Berger, der bereits in seinem 1. Lauf mit 84 Punkten seinen Bestwert erzielte.

Am Sonntagvormittag ging es dann zuerst für die Klasse Street in die einzelnen Wertungsläufe. Durch den einsetzenden Regen entsprachen die Bedingungen einem Nass-Drift-Event, eine Herausforderung für die Street-Fahrer, die sich auf trockene Bedingungen in den Trainingssessions einstellten und nun mit dem Belagwechsel (Asphalt/Beton) auf der Strecke kämpften. Marco Altmann erwies sich als Regenspezialist, fuhr den Sieg mit 62 Punkten ein und sicherte sich vorzeitig den Meistertitel. Auf Rang 2 landete mit 55 Punkten Henri Siitonen, dicht gefolgt von Anton Sudov, der gleich bei seinem Debüt mit 54 Punkten auf das Siegertreppchen kletterte.

Nach der Mittagspause wurde es für die Klasse Open ernst. Der Regen stellte sich ein und die Fahrbahn trocknete während der finalen Trainingssession immer mehr ab. Anfangs noch durch Pfützen in einige Dreher getrieben, waren die Streckenverhältnisse für die Fahrer nach Ende des Abschlusstrainings nahezu trocken. Sieger der Qualifikation Open wurde mit 75 Punkten Donatas Gedgaudas, welcher seine Bestmarke gleich im 1. und 3. Lauf setzte. Ebenfalls mit 75 Punkten belegte Tim Portugall den 2. Platz, da sein zweitbester Lauf mit 68 Punkten bewertet wurde. Auf dem 3. Platz landete Martin Woitas, der bereits im 1. Lauf mit 71 Punkten seinen Bestwert erzielte. In der Meisterschaft kämpfen nun zwei Fahrer um den Titel der Klasse Open: Tim Portugall auf Rang 1 und Donatas Gedgaudas auf Rang 2 stehen aktuell mit jeweils 46 Meisterschaftspunkten an der Tabellenspitze.

Zum großen Finale hielt das Wetter, die Battles der Top 16 der Klasse Club boten bei trockenen Bedingungen jede Menge Action, Dramen und Überraschungen. Manche Fahrerpaarungen lösten mit ihren Battles sogar Szenenapplaus beim Fachpublikum aus.

Nachfolgend ein paar Auszüge der Dramatik: Beim dritten Battle der Top 16, zwischen Charel Origer und Sinan Arslan, plankte Sinan beim Lead-Run in der Anfahrt auf das sogenannte Omega heftig ein, sodass sein BMW 328 Kompressor nicht mehr fahrtüchtig war. Damit konnte Sinan das One-More-Time nicht mehr antreten, Charel zog in die Top 8 ein. Für eine wahre Sensation sorgte Christian Kapoun im letzten Battle der Top 16 gegen Jan-Eric Seeber, der „gerade stellte“ im Lead-Run. Als 15. qualifiziert, kickte Christian den Zweitplatzierten Favorit Jan-Eric im Verhältnis von 16 zu 4 raus. Beim ersten Battle in den Top 8 zwischen Yves Meyer und Peter Grimm feierten die Judges den Chase-Run von Yves, der ab Minute 1 an Peter schön dicht dran war und in die Top 4 einzog. Ein weiteres Highlight in den Top 8 war das Battle zwischen Felix Berger und Janis Spohner, der Kommentator Florian Franz rief euphorisch in das Mikro: „Was für eine kranke Scheiße“! Mit 12 zu 8 Punkten konnte sich Felix gegen Janis durchsetzen und erreichte somit die Top 4. Dort wartete bereits Denise Ritzmann als nächste Gegnerin auf ihn, nach seinem Lead-Run hatte Felix einen Vorteil gegenüber Denise. Im zweiten Run flogen die beiden Tür an Tür in die Spitzkehre und crashten, beide Fahrzeuge wurden dabei stark beschädigt. Für Denise bedeutete es das Aus, das Battle im kleinen Finale gegen Jan Blaser, der zuvor sein Battle in der Top 4 gegen Yves Meyer mit 8 zu 12 Punkten verlor, konnte sie nicht mehr antreten. Somit stand Platz 4 für Denise Ritzmann und Platz 3 für Jan Blaser bereits fest. Im Finale trafen dann Felix Berger und Yves Meyer aufeinander, ein „Duell der Giganten“ wie es Florian Franz ankündigte. Yves Meyer begann mit dem Lead-Run, während ihn Felix Berger als Chaser jagte, die Judges einigten sich auf ein Unentschieden, es stand also 5 zu 5. Der zweite Run sollte den Gewinner des finalen Battles küren, so errang sich Felix Berger mit seinem Lead-Run den Sieg der Klasse Club. Platz 2 ging an Yves Meyer. Nach zwei ausgetragenen Läufen steht Yves Meyer in der Meisterschaftstabelle auf Platz 1 mit insgesamt 79 Punkten. Nah dran an der Spitze sind Jan Blaser auf Rang 2 und Janis Spohner auf Rang 3 mit jeweils 70 Gesamtpunkten. Das verspricht ein spannendes Saisonfinale!

Alle Ergebnisse gibt es hier...

Impressionen des großartigen Wochenendes findet ihr auf Facebook. Die Streamingvideos stehen bei Twitch bereit.

Der Finallauf findet vom 25. bis 27. September 2020 auf dem Hockenheimring statt. Teilnehmer können sich hier anmelden. Den Livestream direkt vom Driftparcours gibt es ab Freitag, den 25. September auf: https://www.twitch.tv/driftde