Fünfzylinder und quattro - wie damals in der Gruppe B. Bei unserem Winter-Training im Thomatal in Österreich hatten wir dieses Jahr die Möglichkeit, einen Audi RS 3 Sportback der Baureihe 8V zu testen. Dieser leistet serienmäßig 400 PS und 480 Nm. Dank quattro-Antrieb schickt er diese Kraft an alle vier Räder. Die elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung, auch Haldex-Kupplung genannt, verteilt die Kraft variabel zwischen Vorder- und Hinterachse. Der RS 3 Sportback in unserem Test hat durch eine Leistungssteigerung von MTM - Motoren Technik Mayer satte 450 PS und 600 Nm.

Sind erstmal alle elektronischen Fahrhilfen komplett abgeschaltet, kann es auch schon losgehen.

Beim Einleiten eines Drifts schiebt der Audi zuerst über die Vorderachse. Da diese auf unserem Eisuntergrund nur wenig Traktion hat, wird die Kraft durch die Haldex-Kluppung blitzschnell an die Hinterachse freigegeben. Somit fällt das Audi typische Untersteuern gar nicht richtig auf. Außerdem ist es möglich, in einer Kurve bei starkem Einschlag der Vorderräder und anschließendem Vollgas quasi aus dem Stand einen Drift einzuleiten.

Hat man sich erst einmal mit dem quattro angefreundet, sind spektakuläre Entries eine der einfachsten Übungen. Das ausgeklügelte Allrad-System schafft es bei fast jedem Eingangswinkel genügend Grip auf dem vereisten Untergrund aufzubauen, um das Fahrzeug sicher und mit viel Winkel in die Kurve manövrieren zu können. Driftwinkel von bis zu 90 Grad sind ohne Probleme und teilweise sogar mit komplett gerade gestellten Vorderrädern gut möglich.

Der Audi lässt sich auf unserem Eis-Parcours bereits nach wenigen Runden präzise über Lastwechsel von Drift zu Drift pendeln. Umsetzen funktioniert außerdem klasse über kurzes Anbremsen oder einfaches Gas wegnehmen.

Der Audi 8V RS 3 Sportback ist ein tolles Winter-Auto und perfekt für unsere Winter-Trainings geeignet. Schöne Winkelorgien sind dank seinem quattro-Antrieb problemlos möglich und werden durch den charakteristischen Klang des Fünfzylinder-Motors perfekt untermalt.