Nach Pleiten, Pech und Pannen - Sieg für Jan-Eric Seeber!

Da hätte es für Ozan Turna beinahe für das Treppchen gereicht. Am Ende entschied die etwas höhere Punktzahl des zweiten Laufes jedoch für Dominik Höllig.
Alle beiden Drifter nullten einen ihrer Durchgänge durch Geradestellen.

Genau das wäre für Dominik auch beinahe ins Auge gegangen, der in der schnellen Links zum zweiten Wall-Clipping-Point im falschen Gang landete und einen Gegenpendler aus dem Lehrbuch kassierte. Dass er diesen noch abfing und seinen BMW E36 V8 nicht in die Wand einbaute, unterstreicht seine fahrerische Klasse. Dennoch brachte ihm der Durchgang keine Punkte ein. Zwei sichere und konstante Runs schoben ihn am Ende auf Platz drei direkt hinter einen sehr glücklichen Luca Jaquemien, der nach seinem ersten Lauf die Gesamtwertung sogar kurz anführte.

„Ich möchte mich nochmal bei allen Teammitgliedern und dazugehörigen Menschen für alles bedanken, egal ob es um deren Hilfe am Auto geht oder um sonstige Dinge. Ich bin sehr froh, dass das Wetter sich so gut gehalten hat, da ich mit der nassen Strecke nicht so wirklich klargekommen bin. Kurz gesagt - es war ein super Saisonstart in einer tollen Atmosphäre und ich freu mich schon auf die nächsten Läufe.“ - so Luca nach seinem gelungenen Auftakt in Hockenheim.

Trotz seines Handicaps an Motorleistung lieferte Luca einen sauberen Durchgang nach dem anderen ab, wobei ihm beim letzten Durchgang ein wenig der Fluss abhanden kam.

Vom Fluss war einer jedoch ganz weit entfernt. Jan-Eric Seeber. Während sich die meisten von uns, in der Nacht von Freitag auf Samstag, wohl in warmen Betten befanden, verbrachte Jan-Eric Seeber die erste Nacht auf Deutschlands Straßen und auf nassen Hinterhofparkplätzen. Fern ab vom Hockenheimring, galt es für ihn und sein Team, ein Differenzial eines anderen Nissan 370Z auszubauen, um es am Samstagmorgen bei sich wieder einzubauen, welches ebenfalls nicht ohne Komplikationen von statten ging.

Pünktlich zum Mittag, kurz vor Beginn der ersten Qualifikationsläufe, ging es für ihn endlich wieder auf die Strecke. Einschlag, Heck verbogen, Auspuff verbogen, Reparatur, Tag gelaufen.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Nächster Morgen, gleiche Ecke: Einschlag, Heck verbogen, Auspuff verbogen, dieses Mal noch etwas mehr.
Für die meisten, wäre das wohl ein Wochenende zum Abhaken gewesen. Nicht so für Jan-Eric.

Mit moralischer Unterstützung von Drift-Ikone Harald Müller und einer starken Teamleistung, schaffte es Jan-Eric gerade so pünktlich zum zweiten Lauf wieder auf die Strecke, deren Bedingungen sich durch den kurzen einsetzen Regen total änderten. Umso mehr beeindruckte er mit seiner Performance in den letzten beiden Durchgängen, mit denen er seinem eigenen Katastrophen-Wochenende eine starke Wende gab - Sieg! Wir gratulieren!

Commitment zahlt sich eben aus.

Hier geht es zu den Ergebnissen.